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Ruben @zeileninhalator

Etwas Selbstdarstellung darf sowohl auf Social Media, als auch hier nicht fehlen. Wenn du wissen willst, wer dir hier eigentlich was über Literatur erzählen möchte, bist du auf dieser Seite absolut richtig.

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Meine Geschichte

Ich wollte nie im Buchhandel landen.

Seltsam damit einen Text anzufangen und doch stimmt es. Mit vier Jahren war mein Plan ganz einfach und präzise: Taxifahrer und Student...Ich wollte Menschen kennenlernen und dabei Wissen mehren. Auch eine seltsame Antwort für ein Kind, aber so war und bin ich wohl - etwas seltsam.

Gelesen habe ich mein ganzes Leben lang. Das ist wohl der sinnigere Einstieg und auch der, den vermutlich 90% aller werdenden Buchhändler*innen bei ihren ersten Bewerbungsgesprächen angeben würden. Doch das Lesen selbst, war für meinen Lebensweg eher ein Schulterschluss als eine Zielvorgabe. Kurz vor meinem Abitur wollte ich unbedingt ins Theater und die Filmbranche einsteigen, beides Dinge, die ich angegriffen habe. So war einige Zeit am Residenztheater in München in der Statisterie und konnte etwas Bühnenluft schnuppern, später dann auch als Set Runner beim Tatort und Produktionspraktikant bei Beckenrand Sheriff einer Komödie von Markus H. Rosenmüller. Doch ein Plan aus Jugendjahren blieb unerfüllt: Das Studium

Ich beschloss also zu studieren und Begann diese Reise, wie könnte es anders sein, mit der Theaterwissenschaft und Sprache, Literatur, Kultur. Logisch, denn ich liebte das Lesen, die Kultur und das Theater. Nur konnte ich das Studium nicht so inbrünstig lieben. Zunächst dachte ich, es läge am Studiengang, den ich kurzerhand in Germanistik veränderte, nachdem mich die dritte Vorlesung über abgerundete Sitzsteine im Amphitheater in den Wahnsinn trieb. Doch auch die Germanistik konnte mich nicht für sich gewinnen. Im Nachhinein muss ich feststellen, es lag wohl mehrheitlich an der Zeit und meiner Motivation. Das Studium begann für mich mitten in Corona-Zeiten und der ausgemalte Glanz des Studentenlebens blieb daher aus, was sich in meiner Standfestigkeit diesem "Lebensabschnitt" gegenüber festigte. 

Es blieb für mich nur eine logische Konsequenz: Veränderung musste her und die damit hoffentlich einhergehende Einbindung in ein soziales Netz der praktischen Arbeit. Ich entschied mich für den Buchhandel. So war ich meiner heiß geliebten Literatur noch im Herzen verbunden und konnte den hands-on-approach mit der Materie angehen. Meine Ausbildung absolvierte ich bei Hugendubel, bei denen ich schnell Teil des TikTok-Teams wurde und somit nun auch die erste Verbindung entsteht, aufgrund derer du vielleicht diese Zeilen liest. Nebenher wollte ich das studieren aber nicht sein lassen und absolvierte mehrere Online-Unikurse der Uni Cambridge und Harvard, beide Male zu meinen Lieblingsthemen Literatur und Theater. Aufmerksame Leser*innen werden feststellen, dass die Filmwelt nun gänzlich verschwunden ist...naja Zeiten ändern sich und vor allem auch einen selbst.

Eine Sache habe ich bisher verschwiegen. Es gab einen Grund, warum die Literatur und auch das Theater so hartnäckig Teil meines Lebens bleiben wollten. Das war nicht zwingend nur das Interesse, sondern vielmehr auch die Tatsache es nicht nur zu konsumieren, sondern auch Literatur erschaffen zu wollen. Ich habe schon in der Schule an Theaterstücken geschrieben und mein erstes großes 2019 zur Uraufführung gebracht. Damals entflammte ein Antrieb in mir, der mich jeher vor den Rechner, oder die Schreibmaschine zieht. Ich wollte, -nein, ich musste schreiben. Neben der Arbeit saß ich an Kurzgeschichten von denen eine auch veröffentlicht im Äther des VLBs herumschwirrt und sitze nun an meinem ersten Roman, der vielleicht eines Tages in deinen Händen liegt. Dazu aber an gegebener Stelle etwas mehr...

2023 begann ich mit einem eigenen TikTok und Instagram-Auftritt meine Freizeit mit inhaltlicher Arbeit an Büchern zu versüßen und seit 2024 habe ich nun einen eigenen Podcast,der vielleicht noch etwas mehr Möglichkeiten dazu bietet.

Mittlerweile arbeite ich in Landshut und leite dort die Thalia Buchhandlung im Landshut Park.

Komisch, wie das alles so kommt. Dabei wollte ich doch nie im Buchhandel arbeiten.

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